Vertrauen

Digital Banking: Sicherheit ist oberstes Gebot

Für mehr als drei Viertel der Bankkunden steht die Sicherheit beim digitalen Banking ganz obenan. Das ergab eine weltweite Studie von CGI. Lesen Sie hier, wie Sie durch Kooperationen mit FinTechs bei Ihren Kunden punkten können.

Digital Banking: Vertrauen ist das A und O

„Vertrauen schenken ist eine unerschöpfliche Kapitalanlage.“ Der Urheber dieses Aphorismus ist unbekannt, aber der Gedanke passt gut in eine Zeit, in der Sicherheit und Verlässlichkeit eine immer größere Rolle spielen. Das gilt im Zuge der Digitalisierung auch und gerade für das Finanzwesen. Worauf Banken und FinTechs achten sollten, um ihre Kunden zu halten, zeigt eine aktuelle Studie von CGI. 1.670 Finanzkunden aus Nordamerika, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, Singapur und Australien wurden zu 12 verschiedenen FinTech-Konzepten befragt. Für 78 Prozent nahm dabei die Sicherheit einen hohen Stellenwert ein.

In der Umfrage wurden sowohl bestehende als auch neue Services unter die Lupe genommen: Wie hoch ist der Bekanntheitsgrad, wie wird der Nutzen eingeschätzt, welcher Anbieter kommt in Frage? Die Untersuchung knüpft an die Ergebnisse der Studie „Die Wünsche von Finanzkunden an die digitale Bank von morgen“ aus 2015 an und legt dabei erstmals den Fokus auf Banken und FinTechs.

Sicherheit und Komfort stehen ganz oben

Mehr als drei Viertel der Befragten erachten die Sicherheit als wichtiges Element: Das spiegelt die zunehmende Angst der Kunden vor Cyberattacken und den damit einhergehenden Verlust von persönlichen Daten wider. In der Studie von 2015 gaben 91 Prozent der Teilnehmer an, dass ihnen Sicherheit als Mehrwertdienst wichtig ist. 25 Prozent waren im Vorjahr auch bereit, für diesen Service eine Prämie zu zahlen. Sicherheit ist zum „Hygienefaktor“ im Finanzwesen geworden, vor allem auch deshalb, weil Unternehmen hier weit mehr persönliche Daten ihrer Kunden haben als in anderen Branchen.

Neben der Sicherheit wurden auch die Konzepte „Personal Financial Management“ (PFM) mit 61 Prozent, „Mobile Payments“ (51 Prozent) sowie personalisierte, digitale Kundenerfahrung (47 Prozent) recht hoch bewertet. Dies zeigt, dass bei den Befragten ein Bedürfnis nach Komfort und Digitalisierung der Bankabläufe besteht.

Vertrauensvorschuss für traditionelle Banken

Für Unternehmen ist es offensichtlich schwer, den Schritt von der Bekanntheit eines Service hin zu einer Kaufabsicht des Finanzkunden zu schaffen. Als Gründe nannten die Befragten vorwiegend fehlendes Vertrauen, eine zu hohe Komplexität sowie Risikovermeidung. So erzielte beispielsweise der Service „Mobile Payments“ mit 94 Prozent den höchsten Bekanntheitsgrad. Die Bereitschaft, diesen Dienst auch in Anspruch zu nehmen, besteht allerdings nur bei 53 Prozent der Teilnehmer. Im Durchschnitt ist die Nutzungsbereitschaft mit 33 Prozent eher gering.

Bei allen Services zeigten die Befragten die Präferenz, das aktuelle oder ein anderes traditionelles Kreditinstitut als Anbieter zu nutzen. Die Begründung: vor allem Vertrauen den etablierten Häusern gegenüber, erwartete gute Ergebnisse sowie die Neigung, wenige Anbieter zu nutzen. Eine gute Ausgangsbasis für traditionelle Banken!

„Win-win-win“ für Kunden, Banken und FinTechs

Aber es sind noch Wünsche offen. So würden Finanzkunden eine stärkere Personalisierung der Angebote ihrer Bank begrüßen, die zudem über alle Kanäle erreichbar sein sollen. Banken geraten somit unter den Zugzwang, Mehrwertdienste über das eigentliche Kerngeschäft hinaus kontinuierlich aufzubauen. Diese Entwicklung ist bereits angelaufen, jedoch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Für Banken ergibt sich daraus die Chance, durch Kooperationen schneller zu wachsen und Kundenbedürfnisse zu treffen. Denn FinTechs bieten solche ergänzenden Services bereits auf dem Markt an. Die Nachfrage hingegen ist derzeit noch gering mit durchschnittlich 33 Prozent. Ein Grund hierfür ist, dass Kunden, wie gesagt, gern bei ihrem Kreditinstitut verbleiben und alle Services aus einer Hand beziehen wollen.

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für Banken und FinTechs? Wichtig für Banken ist, das Thema Vertrauen eng im Zusammenhang mit Wachstum und Kooperationen zu betrachten. Wichtig ist auch, die Kundenbeziehungen weitergehend zu vertiefen und somit die Vertrauensbasis nachhaltig zu stärken. FinTechs haben im Moment gute Möglichkeiten, durch Kooperationen mit Banken schnell breiten Zugang zu Kunden zu bekommen. Verfolgen dies beide Akteure, entsteht anstelle eines Nullsummenspiels auf dem Markt ein Vorteil durch Nutzung von Synergieeffekten – eine „Win-win-win-Situation“ für Finanzkunden, Banken und FinTechs.

CGI als Partner bei der Umsetzung

Als Experten für digitale Transformation unterstützen wir Sie ganzheitlich auf dem Weg von der traditionellen hin zur digitalen Bank. Wir beraten Sie fachlich, wie Sie Ihren persönlichen Service ausbauen und eine 360-Grad-Sicht auf Ihre Kunden erlangen. Wir begleiten Sie bei der technologischen Umsetzung, so dass Sie Schritt halten mit den steigenden Erwartungen an ein modernes Geldinstitut.

Die aktuelle Studie mit weiterführenden Grafiken und Erläuterungen können Sie hier anfordern.


Artikel empfehlen:

02.01.2017
Kategorien:
Ausgabe 17 - 2017
Security
Core & Transactional Banking

Schlüsselwörter
Vertrauen

Aktuelles von Experten für Experten