IT-Architektur

IT-Modernisierung: Renovieren oder sanieren?

Wenn Ihre IT-Systeme schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, sind sie wahrscheinlich über kurz oder lang renovierungsbedürftig. Ober muss gleich eine ganz neue Architektur her? Wir sagen: nein. Und wir können Ihnen auch sagen, welche Renovierung zu Ihnen passt.

IT-Modernisierung: Gute Pfad-Finder gefragt

Renovieren oder gar sanieren? Diese Fragen stellt sich irgendwann einmal jeder Besitzer eines älteren Hauses. Ähnliche Gedanken beschäftigen Banken, wenn sie ihre in die Jahre gekommenen IT-Architekturen betrachten. Dabei steht der Wunsch im Vordergrund, die Altsysteme weiterhin nutzbringend betreiben zu können. Das ist auch kein Problem: Heutige IT-Modernisierungspfade ermöglichen es den Unternehmen, ihre wertvollen, unternehmenskritischen Legacy-Anwendungen beizubehalten und gleichzeitig von den Vorteilen einer Neuausrichtung zu profitieren: größere Flexibilität, geringere Kosten und reduzierte Sicherheitsrisiken. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, den richtigen Weg einzuschlagen. Und den richtigen Begleiter zu wählen: Gefragt sind erfahrene IT-Allrounder.

Analyse ist der Grundstein

Vor der Entscheidung für einen Modernisierungsansatz ist es hilfreich, in einem ersten Schritt zu klären, wo Sie jetzt stehen und wohin Sie gehen möchten. Der Modernisierungsplan sollte folgende Komponenten enthalten:

  • Ist-Stand: konzeptionelle und logische Modelle von Ihrem aktuellen Business und Ihrer IT-Landschaften
  • Soll-Stand: konzeptionelle und logische Modelle für Ihre gewünschte zukünftige Ausrichtung in Business und IT
  • Roadmap: Erstellung einer Gap-Analyse, Entwicklung eines Vorteile-Abhängigkeit-Netzwerks und einer IT-Strategie-Roadmap
  • Lösungsmöglichkeiten: Beurteilung der führenden kommerziellen Standardlösungen und der vier wichtigsten Modernisierungsansätze: rehost, convert, rewrite, replace.

Diese Modernisierungswege zeichnen sich durch verschiedene Vorteile, aber auch Risiken und Nachteile aus.

Rehosting von Kernanwendungen: Dies ist häufig die beste Option, wenn der Code gut ist, wenn die Funktionalität weitgehend unverändert bleiben soll und wenn die Bank schnelle und erhebliche Kosteneinsparungen sowie eine einfache Integration wünscht.

Konvertierung von Kernanwendungen: Wenn die Geschäftslogik gut, aber das Legacy-Wissen schlecht ist, sollte dieser Ansatz geprüft werden. Das bedeutet, dass neue Mitarbeiter eingestellt und ältere Geschäftsprozesse verfügbar gemacht werden, um eine Verbesserung der Kernanwendungen zu erreichen.

Neuschreiben von Kern- und unterstützenden Anwendungen: Dieser Ansatz wird empfohlen, wenn Legacy-Anwendungen zu komplex sind und automatisierte Konvertierungswerkzeuge nicht verwendet werden können. Das wäre die einzige Modernisierungsoption, um neue Anpassungen zu vermeiden.

Ersetzen von Kern- und unterstützenden Anwendungen durch Standardsoftware: eigentlich keine Lösung für Banken, die Kosten und Risiken minimieren wollen. Da greifen Finanzdienstleister erfahrungsgemäß eher auf eine der oben genannten Optionen zurück. Die Option „Ersetzen“ kann aber im Einzelfall für bestimmte „mission-critical“-Anwendungen in Frage kommen.

Bei der Integration der bewährten Bestandsverfahren in eine neue Schnittstellenwelt gilt es zu beachten: Alle Anwendungen, die in der Vergangenheit mit bewährten Werkzeugen, Programmiersprachen bzw. Vorgehensmodellen entwickelt worden sind, müssen auf den Prüfstand - für welche Art der Modernisierung man sich auch entscheidet.

IT-Allrounder als Wegbegleiter

Nicht nur das: Die Erstellung einer effektiven Roadmap und die Wahl des richtigen Modernisierungsansatzes erfordert erfahrene IT-Experten nicht nur mit den richtigen Werkzeugen und Methoden, sondern auch mit einer ausgeprägten Expertise in der Entwicklung von Modernisierungsstrategien. CGI verfügt über Fachleute in allen Bereichen und bündelt diese erfolgreich je nach Kundensituation. Dabei arbeiten wir in einem „Blended Delivery Model“ mit verschiedenen Ansätzen (Managed Services, Application Management, Infrastructure Management, Onsite/Offsite/Nearshore/Offshore, Deutsch/Englisch), was dem Kunden eine effektive, wirtschaftliche und nachhaltige Lösung verschafft.


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01.07.2015
Kategorien:
Ausgabe 12 - 2015
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