Modernisierung

IT-Modernisierung: Ruhestand – auch für die Software

So lange es läuft, muss man nichts ändern. Denken viele Unternehmen angesichts ihrer IT-Systeme, die in die Jahre gekommen sind. Falsch gedacht! Denn das Know-how verschwindet mit jedem Mitarbeiter, der in den Ruhestand geht. Da heißt es, rechtzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir zeigen Ihnen, wie.

In den kommenden zehn Jahren werden sich 18 Prozent der IT-Mitarbeiter in Deutschland und großen Teilen Europas in den Ruhestand verabschieden. Ein ganz normaler Vorgang, möchte man meinen. Aber alle diese Beschäftigten nehmen etwas mit: ihr Wissen. Das Wissen um die Software, die vor längerer Zeit eingerichtet wurde und die sie all die Jahre betreut haben. Ob in einem Unternehmen, das die Software nutzt, oder in einer Firma, die diese Software herstellt und vertreibt. Neue Mitarbeiter können oder wollen nicht diese Know-how-Lücke auffüllen.

Was passieren kann, wenn dieser Entwicklung nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, zeigt das Beispiel einer großen europäischen Bank, deren Software optimiert werden sollte. Sowohl Angestellte der Bank als auch Mitarbeiter des Software-Anbieters wussten aber nicht (mehr), auf welche Art und Weise die Bank das System managt. Die Folge: Der gesamte Zahlungsverkehr brach zusammen, es dauerte Wochen, bis Millionen von Transaktionen wieder hergestellt waren.

Keine Markttrends verpassen

Natürlich muss nicht gleich eine Katastrophe eintreten. Aber mit einer veralteten Software werden möglicherweise Markttrends verpasst, Kunden wandern ab zu Unternehmen mit innovativeren IT-Architekturen. Um ein älteres System effektiv weiterbetreiben zu können, sollten sich Unternehmen also rechtzeitig Gedanken um eine Modernisierung machen. Viele IT-Entscheider scheuen aber die Kosten, den zeitlichen Aufwand und das Risiko einer Umstellung. Auf die Frage, wie der IT-Generationenwechsel kosteneffizient, sicher und wertschätzend gemanagt werden kann, hat CGI eine klare Antwort.

Wir empfehlen unseren Kunden einen vernünftigen Mittelweg zwischen Bewahren und Erneuern. Eine komplette manuell durchgeführte Modernisierung (z.B. durch Neuentwicklung) würde extrem viel Zeit beanspruchen, weil sämtliche Geschäftsprozesse neu überdacht werden müssen. Bei einer Teilmodernisierung werden alte Strukturen behutsam erneuert oder mit neuen Inhalten gefüllt. Unsere Berater verfügen nicht nur über ein profundes Wissen zu den alten Anwendungen, sondern sind auch mit modernen Architekturen bestens vertraut. Altes und neues Wissen bieten wir sozusagen aus einer Hand.

Alte Verfahren in neuer Umgebung

Wie gehen wir vor? Wir machen zunächst eine gründliche Bestandsaufnahme und überlegen dann gemeinsam mit dem Kunden, wie die alten Verfahren in eine moderne Umgebung überführt werden können. Unsere IT-Modernisierung bezieht sich auf die technische Aktualisierung aller in einem Unternehmen befindlichen Legacy-Plattformen und –Anwendungen. In der Praxis fokussieren wir uns direkt auf die klassischen Mainframe-Workloads, weil dort die größten Kostenersparnisse für den Kunden zu erzielen sind.

Es ist erwiesen, dass man dort mehr als 60 Prozent an Kosten sparen kann, bezogen auf die laufenden IT-Ausgaben. Ein Beispiel: Ein europäisches Ministerium zahlte für sein Mainframe-System jährlich 1,4 Millionen Euro. Nach der Modernisierung mit einer Investition in Höhe von 950.000 Euro betragen die Kosten pro Jahr jetzt nur noch knapp 74.000 Euro. Darüber hinaus wird der Kunde aus der Abhängigkeit des „single suppliers“, des jeweiligen Mainframe-Anbieters, befreit. Der Kunde erhält also eine Wahlfreiheit der Plattformen und der zu verwendenden Technologie. Somit kann die neue Generation der Entwickler künftig ebenfalls an den Kernanwendungen weiter nah nach modernen Entwicklerstandards („agile, no waterfall“) arbeiten.

Gleichzeitig können wir günstige Konditionen für den Transformationsprozess selber bieten. Denn wir lassen nicht viele Berater viele Tage in einem Betrieb arbeiten, sondern verfügen – weltweit in jedem Land - über kleine schlagkräftige Expertenteams, die mit automatisierten Verfahren arbeiten. Dabei verwenden wir nicht nur eigenentwickelte Lösungen, sondern auch Tools von anderen Partnern. Technologische „Stolpersteine“ wie z.B. Assembler können so automatisiert und risikofrei ersetzt werden. Selbstverständlich stehen wir auch nach der Modernisierung unseren Kunden zur Seite und unterstützen sie mit unseren Entwickler- und Architektur-Teams in dem so neu gewonnenen Systemumfeld weiter.


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01.10.2013
Kategorien:
Ausgabe 5 - 2013
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