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MMSR: EZB prüft nun mit der Lupe

Die EZB möchte es noch genauer wissen: Ab Juli müssen die deutschen Banken ihre Geldmarktstatistiken jeden Arbeitstag der Bundesbank vorlegen. Das ist Mehrarbeit, aber kein Grund zur Panik. Wir helfen Ihnen, den Aufwand in Grenzen zu halten und garantieren die korrekte Einreichung der Meldungen.

MMSR muss ab Juli arbeitstäglich erfolgen

Wo fließen welche Gelder wohin? Das möchte die Europäische Zentralbank (EZB) nicht nur in groben Zügen wissen, sondern ausgesprochen detailliert. Um sich einen noch genaueren Überblick über die Geldmärkte in Europa zu verschaffen, hat sie eine neue Verordnung herausgegeben. Denn die EZB möchte alle relevanten Informationen zeitnah und laufend zur Verfügung haben, um eine Einschätzung der aktuellen Marktlage sowie die Einschätzung struktureller Entwicklungen vornehmen zu können.

Für die deutsche Banken bedeutet das: Sie müssen künftig jeden Arbeitstag Geldmarktstatistiken (Money Market Statistical Reporting oder kurz MMSR) an die Bundesbank melden. Die neue Regelung gilt ab Juli 2016.

Wer muss was melden?

Meldepflichtig sind demnach inländische Banken und ihre Zweigniederlassungen in der EU und EFTA. Die Geldmarktstatistik wird als Stichprobenerhebung durchgeführt. Die Bundesbank hat den Kreis der berichtspflichtigen Institute in Deutschland auf rund 300 erweitert. Gemeldet werden müssen auf Euro lautende Einzeltransaktionen der Geschäftssegmente „besicherte/unbesicherte Geldmarkttransaktionen“ sowie Devisen- und Übernachtzins-Swaps. Davon relevant sind aber nur bestimmte Transaktionen mit bestimmten Kontrahenten und - geschäftsbezogen - bestimmten Laufzeiten.

Betroffen sind Einzeltransaktionen aus allen Liefersystemen. Wichtig ist, das wirklich nur relevante Transaktionen gemeldet werden - nicht relevante Vorgänge sind ausdrücklich von der Meldung ausgeschlossen. Außerdem müssen die Meldungen auf konsolidierter Ebene erstellt werden.

Wie und wann müssen die Meldungen vorliegen?

Die relevanten Geschäftstransaktionen sind – nach pünktlicher täglicher Datenzulieferung aus den Niederlassungen - zusammenzuführen mit den zugehörigen Sicherheiten- und Kunden- bzw. Kontrahenten-Daten. Danach müssen die Daten, konvertiert in Form/Format der technischen Berichtspflichten von EZB und Bundesbank, im XML-Datenformat über Extranet an die Bundesbank gemeldet werden. Absolute „Deadline“ ist 6.30 Uhr am nächsten TARGET2-Handelstag.

Ab April dieses Jahres sind Testmeldungen mit (noch nicht allen relevanten) Echtdaten vorgesehen. Ab Juli müssen die Produktivmeldungen vollständig sein. Das heißt: Alle relevanten Daten sind dann gefordert.

Wie können wir Sie unterstützen?

Wir unterstützen Sie

  • bei der Identifikation der relevanten Transaktionen
  • bei deren Zusammenführung mit den weiteren benötigten Daten, ebenso wie
  • bei der Festlegung organisatorischer und technischer Regelungen für die tägliche, pünktliche Datenzulieferung für MMSR aus Zweigniederlassungen sowie
  • bei der Versorgung Ihrer Meldewesen-Software
  • beim Test der Meldungserstellung
  • bei der Datenkonvertierung und
  • bei der Sicherstellung der Datenkonsistenz zu den übrigen Meldungen.

Welchen Nutzen haben Sie?

  • Sie profitieren von unseren langjährigen Erfahrungen sowie detaillierten Kenntnissen im statistischen und (bank-)aufsichtlichen Meldewesen
  • Ihre personellen Ressourcen werden entlastet - sowohl auf der Fach-, als auch auf der IT-Seite
  • Ihr Arbeitsmehraufwand bei der produktiven Einführung von MMSR wird mit unserer Hilfe minimiert
  • Sie können sicher sein, dass die Einreichung Ihrer MMSR-Meldungen bei der Bundesbank fristgerecht und korrekt erfolgt.

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01.04.2016
Kategorien:
Ausgabe 15 - 2016
Regulatory Reporting

Schlüsselwörter
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