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Mobile Money – setzen Sie auf diese Zukunft

Das Bezahlen per Smartphone ist der Trend der Zukunft. Finanzdienstleister stehen vor der Aufgabe, sich mit den Erwartungen und Anforderungen Ihrer Kunden von heute und morgen auseinander zu setzen. Der Ansatz eines gemeinsamen integrierten Netzwerks kann für alle Marktbeteiligten einen Mehrwert schaffen.

Die Konvergenz der Online- und Offline-Welt durch die Abwicklung von Bankgeschäften, Zahlungen und Handel lässt sich nicht vermeiden.

Auch wenn die Banken in Deutschland und der ganzen Welt traditionell und erwartungsgemäß die Anbieter von Finanzdienstleistungen sind, wittern neue Unternehmen hier ihre Chancen und rücken schnell in dieses Segment vor. Sie wollen die Gelegenheit ergreifen, um neue Kanäle zur Kundengewinnung und Kundenbindung über das Mobiltelefon zu schaffen.

Immer mehr Menschen möchten nicht mehr auf ihr Mobiltelefon verzichten. Angetrieben durch die Kombination vergleichsweise geringer Kosten, zunehmend ‚smarter‘ Rechenleistung mit der Möglichkeit zur Geolokation sowie den Komfort, rund um die Uhr mit dabei und bereit zu sein, wurden zeitweise sogar mehr Smartphones verkauft als Computer. Dennoch besitzen auf einem Planeten mit über 7 Milliarden Menschen und 6 Milliarden Telefonverträgen – sowohl Prepaid als auch Postpaid – nur etwa ein Drittel ein Bankkonto. Das bedeutet, dass für Milliarden Menschen ihr Mobiltelefon, unabhängig davon, ob es sich um ein Smartphone oder ein herkömmliches Gerät handelt, das erste greifbare Mittel ist, mit dem sie Finanzdienstleistungen nutzen. Nie hatten Verbraucher mehr Einfluss darauf, mit nur einer Fingerberührung genau das zu finden und sich mit genau dem zu befassen, was sie möchten, oder, um es mit den Worten der Internet-Vordenkerin Mary Meeker auszudrücken: Der Megatrend des 21. Jahrhunderts ist die Ermächtigung von Menschen durch verbundene mobile Endgeräte.

In einem zunehmend digitalen Zeitalter wetteifern angesichts dieser Ermächtigung immer mehr Marken und alternative Anbieter darum, die Verwalter und Tresore für das Geld der Verbraucher zu sein. Bei vielen der neuen Akteure handelt es sich um disruptive oder herausfordernde Marken, die in einigen Fällen erst seit Kurzem existieren. Unter den neuen Marktteilnehmern, die sich das Vertrauen der Verbraucher sichern möchten, sind auch Unternehmen, die man niemals mit Finanzdienstleistungen, Sicherheit auf Bankennivau, Zahlungsstandards oder Kundenbetreuung in Verbindung gebracht hätte.

Wie die ganze Vernetzung von Banken, Mobilfunkanbietern und Händlern diese beeindruckende Erfahrung auf dem Telefon des Verbrauchers möglich macht, ist den Verbrauchern letzten Endes relativ egal, mit zunehmend sinkender Kundenloyalität gegenüber Kreditinstituten. Dies wird bei den Diskussionen darüber, dass sich durch das Mobiltelefon die Art und Weise, wie wir unsere Bankgeschäfte erledigen und unsere Zahlungen abwickeln, verändert, oftmals vergessen. Die Verbraucher erwarten, dass sie ihre Bankgeschäfte so erledigen können, wie sie es möchten, bezahlen können, wann sie möchten und über ihr Mobiltelefon nahtlos, intuitiv und sicher einkaufen können. Bei ihrem Streben danach, von den Vorteilen des Ökosystems Mobile Money zu profitieren, muss dieser wichtige Aspekt von Finanzinstituten in Deutschland und anderswo berücksichtigt werden.

Noch viel wichtiger ist, dass, während die junge Generation von heute zu den Bankkunden von morgen wird, der Ansatz, der bisher Anwendung fand – unabhängig davon, ob Papier, Plastik oder die Chipkarte mit PIN bevorzugt wurde – wahrscheinlich nicht das richtige Modell für den Erfolg von morgen ist. Es findet ein Generationenwechsel statt. Für viele Eltern und Großeltern war das Scheckheft ein greifbares Symbol für die wesentliche Beziehung mit ihrer Bank. Doch das ändert sich. Insbesondere, weil viele Jugendliche niemals einen Scheck ausstellen werden. Sie bewegen Geld, verbinden sich mit Freunden und entdecken neue Anbieter auf digitalem Wege über das Telefon, welches sie in der Hand halten. Wir sind Zeugen einer grundlegenden Veränderung unserer Beziehungen, nicht nur mit Banken und Finanzinstituten sondern auch mit Zahlungsanbietern, Händlern und Herstellern von Mobiltelefonen. Es entstehen neue Marken, die für die Verbraucher als eine Art Geldtresor fungieren. Und sie sind keine Banken. Während wir immer mobiler werden, verändert sich auch das Geld.

Angesichts dieser Entwicklungen müssen Finanzdienstleister sicherstellen, dass sie bei der Gestaltung der Verbreitung von Mobilem Geld, also bei der Erledigung von Bankgeschäften, Zahlungen oder Einkäufen über das Mobiltelefon, die Richtung weisen. Deutsche Finanzdienstleister nehmen eine äußerst wichtige Rolle ein und müssen dafür sorgen, dass sie in dieser Branche, in der sie von Natur aus zu Hause sind, wie viele behaupten würden, nicht an Boden verlieren. Im Fokus steht dabei, dass sie ihre Rolle im Zahlungssektor verteidigen und ausbauen und das Thema Mobile Money mit einem integrierten, gemeinsamen und vernetzten Ansatz angehen.

Dass für solche Dienste ein eindeutiges Interesse der Verbraucher besteht, ist gewiss. Unser Unternehmen hat kürzlich eine Untersuchung bei der Future Foundation in Auftrag gegeben, die voraussagt, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland, Spanien und Großbritannien im Jahr 2018 ein Smartphone besitzen wird. Im Rahmen der Studie wurde zudem festgestellt, dass europäische Käufer von Smartphones bei Mobile Commerce ein noch besseres Gefühl haben, wenn sie dabei auf die Dienstleistungen ihrer Bank zurückgreifen können.

Mehr als die Hälfte der befragten Personen – 51 % in Deutschland, 57 % in Großbritannien und 68 % in Spanien – würden Seiten, die von einer Bank unterstützt werden, vertrauen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass mobile Einkäufer hochwertige Produkte eher kaufen würden, wenn dies über eine Bank-App möglich ist. Als beliebteste Produkte wurden von 65 % der Spanier, 47 % der Deutschen und 45 % der Briten Reisetickets für Flüge und Züge genannt. Karten für Dienstleistungen wie Unterhaltungs- oder Sportveranstaltungen landeten auf Rang zwei der beliebtesten Produkte. Bei der Einlösung von Gutscheinen über das Mobiltelefon stehen deutsche Verbraucher mit 42 % der Befragten, im Vergleich zu fast 30 % in Spanien und Großbritannien, bereits an erster Stelle.

Barry Clark, Verfasser des Berichts der Future Foundation, schreibt: „Die Banken haben die Chance, im M-Commerce eine Reihe von einzigartigen Stärken zu demonstrieren; von sich oft wiederholenden Aktivitäten zur Informationsüberprüfung wie etwa der Überprüfung des Kontostandes bis hin zu einer eher beratenden Rolle bei der Empfehlung von Marken und dem Anbieten von relevanten Angeboten für den Verbraucher. Banken können als zuverlässiger Berater und als sicherer Anbieter für Zahlungen auftreten.“

Mit wachsender Nachfrage wird auch das Vertrauen und Engagement der Verbraucher über das Mobile Banking hinaus bis zu Zahlungen und Handel weiter ansteigen. Die deutsche Finanzdienstleistungsbranche kann in diesem Bereich auf eine reiche Tradition zurückblicken und hat die Chance zu zeigen, wie Mobile Money funktionieren sollte und kann. An erster Stelle müssen hier Sicherheit und Dienstleistungen auf Bankenniveau stehen. Die technologische Voraussetzung dafür bieten sichere, allgegenwärtige und einfach zu bedienende Plattformen. Während einige Anbieter mit Ansätzen eines geschlossenen Kreislaufs experimentieren bzw. experimentieren werden – nach denen Kunden beispielsweise ein bestimmtes Mobiltelefon, ein festgelegtes Bankkonto oder Zugang zu einem speziellen Netzwerk benötigen – hilft das dem deutschen Finanzdienstleistungssektor nicht dabei, seine Position zu schützen oder zu fördern. Bei Modellen, die den Ansatz eines offenen Ökosystems nicht unterstützen, fällt es oft schwer, die für ihr Geschäftsmodell wichtigen Akteure mit ins Boot zu holen. Ein gemeinsamer Netzwerkansatz trägt viel eher dazu bei, für alle einen Wert zu schaffen.

Denn im Grunde genommen geht es um das Geld der Menschen. Der Mobiltelefonkanal hat neue Möglichkeiten eröffnet. Für Banken ist es jetzt an der Zeit, ihre Beteiligung im Bereich Mobiltelefone auszubauen und ihre Position in diesem wachsenden Ökosystem sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands zu festigen.

Die Partnerschaft von Monitise und CGI

Monitise ist weltweit führender Anbeiter im Bereich Mobile Money, dem Erledigen von Bankgeschäften, Zahlungen oder Einkäufen mit einem mobilen Gerät.

Die Technologieplattformen und Dienstleistungen von Monitise werden von führenden Banken, Zahlungsunternehmen, Einzelhändlern und Mobilfunkanbietern eingesetzt, um Menschen sicher mit ihrem Geld zu verbinden. Über 23 Millionen Verbraucher profitieren bereits von der patentierten Technik von Monitise, um ‚Bankgeschäfte überall abzuwickeln‘, ‚jeden zu bezahlen‘ und ‚alles kaufen zu können‘. Jährlich ergibt das Zahlungen, Einkäufe und Transfers im Wert von über 40 Milliarden Dollar.

Im Januar 2013 haben sich CGI und Monitise zusammengeschlossen, um Bank- und Zahlungsunternehmen durch den Einsatz der Technologieplattform von Monitise zuverlässige und bewährte Lösungen für Mobile Money anzubieten.


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01.10.2013
Kategorien:
Ausgabe 5 - 2013
Core & Transactional Banking

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