aktuelle Neuregelungen

OTC-Derivate: Kein Grund zur Panik

Jetzt geht’s den OTC-Derivaten an den Kragen. Sozusagen. Denn Mitte März heißt es: Die Abwicklung geht nur noch über eine „Central Counter Party“ (CCP). Für unsere Kunden ist das kein Grund zur Panik. Denn wir stehen ihnen bei dieser Umstellung zur Seite.

OTC-Derivate: Der Countdown läuft

Der Stichtag ist in Sicht: Ab dem 15. März müssen standardisierte OTC-Derivate über eine „Central Counter Party“ (CCP) abgewickelt werden. Wer Pensionsfonds unterhält, kann sich noch eine Verschnaufpause bis August 2015 gönnen. Für andere Banken oder Finanzdienstleister, die mit außerbörslichen Derivaten handeln, ist dagegen Eile geboten, um in diesem fordernden regulatorischen Umfeld konkurrenzfähig zu bleiben. Es müssen nicht nur die Systeme für den Handel mit einem CCP ausgebaut und angepasst werden. Gleichzeitig gilt es, ein effizientes Meldewesen an zentrale Handelsregister zu etablieren. Experten von CGI können bei diesen Prozessen eine wertvolle Hilfestellung leisten.

Warnung vor Intransparenz

OTC-Derivate machen etwa 90 Prozent des Gesamtderivatemarktes aus. Vor diesem Hintergrund ist die Warnung der Regulierer vor der Intransparenz und Komplexität von OTC-Derivaten verständlich. Nicht zuletzt seit dem Konkurs von „Lehman Brothers“ sind die gegenseitigen Abhängigkeiten der Finanzindustrie einschließlich der systemischen Risiken für die Gesamtwirtschaft bekannt. Die Reaktion der G-20-Staaten fiel 2009 entsprechend deutlich aus. Standardisierte OTC-Derivate sollten, so die Forderung, bis Ende 2012 an der Börse oder über elektronische Handelsplattformen gehandelt und über einen zentralen Kontrahenten (CCP) abgewickelt werden. Der Handel mit nicht-zentral abgewickelten Kontrakten soll künftig höheren Kapitalanforderungen unterliegen. Alle OTC-Geschäfte sollen an ein Transaktionsregister (Trade Repository) gemeldet werden.

Wir kennen den Markt

Laut ISDA und FSB wurden nahezu 50 Prozent der ausstehenden Zinsderivate 2012 über einen CCP abgewickelt, im Vergleich zu etwa 35 Prozent im Vorjahr. Zinsderivate stellen mit rund 77 Prozent den Hauptanteil des gesamten OTC-Derivate-Marktes dar. „Credit Default Swaps“ machen vier Prozent aus, Rohstoff- und Aktienderivate hingegen werden bisher kaum über CCPs abgewickelt. Die FSB sieht die Kapazität für zentrales Clearing von Zinsderivaten derzeit bei 80 Prozent des Gesamtmarktes, bei Kreditderivaten bei 40 Prozent und erkennt damit ein Zögern zum Handel über CCPs.

Für die Marktteilnehmer heißt das, bisherige Geschäftsprozesse und -praktiken zu überdenken und anzupassen. Die Aufgabe ist ohne Frage einigermaßen komplex. CGI hat diese Entwicklungen seit Jahren auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene verfolgt. Gleichzeitig haben wir dabei die entsprechenden IT-Prozesse beobachtet und hier wie dort ein entsprechendes fachliches Know-how aufgebaut. Wir kennen den Markt und wissen, worauf es bei der Zusammenarbeit mit einem CCP ankommt. Und wir wissen, wie die Meldungen an ein Transaktionsregister aussehen müssen.

Unseren Kunden bieten wir eine profunde fachliche Beratung, wir führen die notwendigen Gespräche mit den Fachabteilungen, wir kümmern uns um das Schnittstellenmanagement und koordinieren die IT-Landschaft vor Ort mit den Anforderungen von CCP und Register.


Artikel empfehlen:

01.03.2014
Kategorien:
Ausgabe 7 - 2014
Regulatory Reporting

Schlüsselwörter
aktuelle Neuregelungen
Central Counter Party

Aktuelles von Experten für Experten