Compliance

Regelungswelle: Weniger Kosten durch eine gute Planung

Die Finanzmarktkrise hat zu einer Flut von Richtlinien und Regelungen geführt, und ein Ende ist nicht abzusehen. Umso wichtiger ist da eine durchdachte Planung der Ressourcen in Ihrem Institut. Wir sind Ihnen gerne behilflich.

Compliance-Beauftragte müssen sich immer häufiger mit ihnen auseinandersetzen: mit neuen Regelungen und Richtlinien, Vorschriften und Gesetzen. Besonders in den vergangenen Jahren haben sich - vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise – die Anforderungen verschärft. Zunehmend gilt es Gebote nationaler wie europäischer Provenienz zu beachten.

Die Umsetzung jeder einzelnen neuen Regelung ist ohne Frage zeitintensiv. Sie geht aber auch ins Geld, weil teilweise neue Prozesse eingerichtet werden müssen oder gar eine neue Software nötig wird. Und in den wenigsten Fällen können diese Kostensteigerungen an den Kunden weitergegeben oder durch neue Geschäftsmöglichkeiten aufgefangen werden.

Ein Ende der Regelungswelle ist derzeit nicht in Sicht. So soll Mitte des Jahres die AIFMD in Kraft treten, bei der OGAW-Richtlinie wird jetzt die sechste Version diskutiert. Darüber hinaus kommt in absehbarer Zeit die MiFID II. Compliance-Beauftragte stehen also weiterhin vor der Herausforderung, neue Vorgaben nicht nur rasch, sondern auch kostengünstig zu realisieren.

Zentralisierung macht Sinn

Ein erster Schritt in diese Richtung könnte die Bündelung aller Compliance-Tätigkeiten in einer einzigen Abteilung sein. Die Zentralisierung wird im Übrigen auch durch die Neuregelung des §23c KWG und der seit Januar geltenden überarbeiteten MaRisk gefordert. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Nur noch eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern muss ständig up to date sein, Ausgaben für Trainings werden reduziert. Die Zentrale informiert alle anderen Fachabteilungen: Damit herrscht im Unternehmen eine einheitliche Compliance-Philosophie, alle Beteiligten sind auf dem gleichen Level und sprechen die gleiche Sprache.

Flexibilität in der EDV

Ein zweiter wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer möglichst kostengünstigen Umsetzung ist eine wohl überlegte Investition in die EDV. Wenn etwa auf Grund einer neuen Vorgabe ein spezielles EDV-System angeschafft werden muss, sollte die Bank auf Flexibilität und Zukunftsfähigkeit achten. Denn nur kann das System weiter entwickelt und angepasst werden, wenn weitere gesetzliche Regelungen auf den Tisch kommen. Denn Anpassungen sind in der Regel günstiger als eine Neuanschaffung.

Hilfe von außen

Ein dritter Schritt ist - je nach Umfang und Folgen einer neuen Regelung - die grundsätzliche Überlegung, ob für die Umsetzung die eigenen Ressourcen ausreichen oder ein externer Berater hinzugezogen wird. Sollte die Compliance-Abteilung zu dem Schluss kommen, sich Know-how von außen zu holen, ist eine rasche Vorgehensweise zu empfehlen. Schließlich gilt es am Markt einen Berater zu finden, dessen Lösungsvorschläge dem Geschäftsprofil des Unternehmens am besten entsprechen.


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01.06.2013
Kategorien:
Ausgabe 4 - 2013
Risk & Compliance

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