SEPA

SEPA – und kein Ende in Sicht

Juchhu, haben sich die Institutionen gefreut, die mit der roten Laterne unterwegs waren: Wir haben Zeit gewonnen. Doch die Freude über die Verschiebung der SEPA-Einführung ist getrübt. Denn die Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrs geht weiter. Nun sind die Karten und die mobilen Zahlungssysteme dran. Dafür sind wir Experten.

SEPA: Kurze Verschnaufpause – Was kommt danach?

Vielerorts setzte ein großes Aufatmen ein, als bekannt wurde, dass die Einführung von SEPA um sechs Monate verschoben wird. Neuer Stichtag ist der 1. August. Grund für die Prolongation: Körperschaften des privaten und öffentlichen Rechts sowie Privatpersonen hätten den ersten Schritt nicht rechtzeitig geschafft, Überweisungen und Lastschriften auf den europäischen Standard umzustellen. Nach dem zweiten SEPA-Migrationsbericht der Europäischen Zentralbank vom Oktober 2013 waren aber auch deutsche Finanzinstitutionen und Großunternehmen unzureichend vorbereitet. Mehr noch: Deutschland gilt europaweit als Schlusslicht beim Stand der Umsetzung.

Die Gründe dafür liegen sicher in der Komplexität der Aufgabe, aber auch in der Beliebtheit der Lastschrift im deutschen Zahlungsverkehr. Denn hier sind bereits standardisierte Regularien etabliert, die sich bewährt haben und eher zögernd aufgegeben werden. Allerdings: Der Zeitgewinn ist nur auf den ersten Blick eine Erleichterung. Denn nächste Schritte werden folgen: der Zahlungsverkehr per Karte oder mobilen Endgeräten wird künftig ebenfalls europaweit einheitlich geregelt. Eine nicht minder komplexe Herausforderung – auf die unsere Experten von CGI bestens vorbereitet sind.

PSD steht in den „Startlöchern“

Banken und Unternehmen, denen die Umstellung zur ursprünglichen Frist gelungen ist, haben also nicht nur Kosten gespart, weil sie die SEPA-Projekte rechtzeitig abgeschlossen haben. Sie können jetzt auch schneller auf die neuen Anforderungen reagieren. So wird in den kommenden Monaten die „Payment Service Directive II“ (PSD) stärker in den Vordergrund rücken. Derzeit befindet sich die neue Richtlinie noch im Entwurfsstadium. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die Direktive in nationales Recht umgesetzt wird.

Zentrale Aspekte der PSD sind die Herabsetzung der mulilateralen Interbankengebühren und die mobilen Zahldienste, die immer stärker an Bedeutung gewinnen. Die Interbankengebühren sind der EU ein Dorn im Auge, weil sie durch die Bevorzugung der Kartenzahlung moderne kartenlose Zahlungsmethoden erschweren. Die Reglementierung soll Vorteile für den Verbraucher bringen. Wobei die Gebühren bei der Kartenzahlung eine zuverlässige Einnahme für Banken darstellen. Eine verbraucherfreundliche Lösung würde den Gewinn schmälern. Zudem sind Verbraucher, langfristig gesehen, schlechter gestellt durch den erschwerten Zugang zu günstigen Alternativen. Gerade neue Zahlungsmethoden, die effizienter und sicherer sind und zu den neuen Gewohnheiten des Verbrauchers passen, sind auf lange Sicht nicht zu ignorieren. Die EU-Kommission hat diesen Trend ebenfalls erkannt und will wettbewerbsfähige Zahlungsdienste fördern.

Der nächste Schritt: SEPA for Cards

Mit „SEPA for Cards“ soll der europäische Zahlungsverkehr in einem nächsten Schritt erleichtert werden. Das Ziel: Alle ausgegebenen Karten sollen in Euro-Ländern als Zahlungsmittel genutzt werden können – unabhängig davon, an welchem Ort und auf welchem Wege das geschieht. Bisher sind die nationalen Kartensysteme nicht vollständig miteinander kompatibel. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der „European Payments Council“ mit dem „SEPA Cards Standardization Volume“ die Grundlagen dafür geschaffen. Damit wird die Bankenbranche auf einen gemeinsamen Standard gebracht durch gleiche Vorbereitung hinsichtlich technischer wie auch sicherheitsrelevanter Anforderungen.

Kein Kinderspiel, aber eine Erfolgsgeschichte

Die Umsetzung der neuen Richtlinien in die Praxis ist, wie auch beim ersten Schritt, nicht im Handumdrehen zu erledigen. CGI steht als verlässlicher Dienstleister den Unternehmen zur Seite. Mit SEPA haben wir uns schon lange vor dem ersten Stichtag beschäftigt und unser Know-how in verschiedenen Bankprojekten erfolgreich angewandt. Wir können den Kunden komplette Lösungen anbieten, die von der ersten Beratung bis zum letzten Praxistest reichen. Wir klären in einem Gespräch gemeinsam, welche technischen und fachlichen Anforderungen anfallen und welche Voraussetzungen beim Kunden vorliegen. Wir passen das vorhandene System an die neuen Richtlinien an und führen es bis zur Praxisreife. Unsere Expertenteams sind während der Projektphasen vor Ort, um rasch auf individuelle Kundenwünsche reagieren zu können. Gemeinsam wird die SEPA-Umstellung in allen Phasen nicht zum Kinderspiel, aber zu einer Erfolgsgeschichte.


Artikel empfehlen:

01.03.2014
Kategorien:
Ausgabe 7 - 2014
Core & Transactional Banking

Schlüsselwörter
SEPA

Aktuelles von Experten für Experten