Testing

Testautomation: Wie Ihre Mitarbeiter im Tandem arbeiten können

Mit der Automatisierung von IT-Systemtests werden die Resultate nicht nur verfeinert, sondern auch schneller und kostengünstiger erreicht. Doch es geht noch besser. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre Testanalysten, ohne besondere Vorkenntnisse zu besitzen, in den Automationsprozess besser eingebunden werden können.

Fehlerhafte Software, sogar Systemausfälle und die Vernachlässigung regulatorischer Anforderungen – für Finanzinstitute sind das eindeutige Risikofaktoren. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Überprüfung der IT-Systeme. Allerdings: Die Tests sind vor allem zeitaufwändig, weil sie häufig zahlreiche Korrekturläufe nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass die meisten Institute die IT-Kontrollen manuell oder semi-manuell durchführen. Mit der Automatisierung der Tests wird ein besseres Ergebnis schneller und kostengünstiger erreicht. Noch einen Schritt weiter in Richtung Effizienzsteigerung geht die Automation, die von den Testanalysten keine speziellen Fachkenntnisse verlangt.

Mehr Testfälle als Spezialisten

Testautomation wird oft als ein Allheilmittel gesehen: mehr Tests in weniger Zeit, und das auf Knopfdruck. Doch nicht selten verläuft die Umstellung im Sande, weil entweder die Software nicht passt oder zu wenige Testautomationsspezialisten zur Verfügung stehen. Da kann es passieren, dass die Testanalysten jede Menge Testfälle kreieren, die Experten aber mit der Umsetzung nicht nachkommen. Und da gerade alle Ressourcen für das manuelle Testen gebraucht werden, müssen diese wenigen Spezialisten auch noch beim „normalen“ Testen aushelfen.

Die fatale Folge: Die Testautomation erreicht nur einen Bruchteil der ursprünglich versprochenen Kapazität. Enttäuscht wird der Aufwand für die Automation heruntergefahren, Skripte werden nicht mehr konsequent weiter entwickelt oder an sich ändernde Anforderungen angepasst. Ergebnis: Die Testautomation veraltet und ist auf Dauer nicht mehr lauffähig. Und manchmal endet das Projekt mit der kompletten Einstellung.

Testanalyst arbeitet an Automation mit

Wie lassen sich solche Probleme, Enttäuschungen und (kostspieligen) Fehlentwicklungen vermeiden? Testautomatisierer sind oft spezielle, technisch orientierte Mitarbeiter mit besonderen Werkzeugkenntnissen, die sich aber nicht unbedingt fachlich gut auskennen. Die Analysten wiederum sind fachlich fit, aber technisch nicht so versiert. Der Ausweg liegt also in einer Vereinfachung der eigentlichen Automationstätigkeit. Dank des „Automation Test Service Management“ (ATSM ) wird, kurz gesagt, der fachliche Tester in die Lage versetzt, an der Automation mitzuarbeiten. Die Arbeit erfolgt quasi im Tandem: Der Automationsspezialist legt die Basis, und der Testanalyst arbeitet – indirekt - an der Automation mit, ohne dafür zusätzliche technische Fertigkeiten zu besitzen.

Ziel dieses Lösungsansatzes ist es also, nicht mehr ganze Tests zu automatisieren, sondern nur noch die fachlichen Aktionen, aus denen sich diese Tests zusammensetzen. Ändern sich diese, so lässt sich das dazugehörige Automationsskript isoliert anpassen. Damit wird der Wartungsaufwand minimiert, und es bleibt mehr Zeit für die fachliche Weiterentwicklung. Durch die Einbeziehung von Testanalysten in den Automatisierungsprozess kann auch der Automationsgrad mühelos auf 60 bis 80 Prozent gesteigert werden.


Artikel empfehlen:

01.06.2013
Kategorien:
Ausgabe 4 - 2013
Specials

Schlüsselwörter
Testing

Aktuelles von Experten für Experten