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Testdaten: Auf das Handling kommt es an

Testdaten sollten so real wie möglich und so maskiert wie nötig sein. Klar. Ebenso wichtig ist aber ein professionelles Management, damit die Daten effektiv und sicher genutzt werden können. Wir haben uns an vorderster Front intensiv mit dem Thema beschäftigt und zeigen Ihnen eine bestechende Lösung.

Testdatenmanagement: Gut gemacht, ist halb gewonnen

Gut getestet, ist schon halb gewonnen. Für Banken werden Testdaten, so real wie möglich und so maskiert wie nötig, immer wichtiger. Doch was nützen die schönsten Testdaten, wenn sie nicht vernünftig eingesetzt und verwaltet werden. Es gilt also, ein professionelles Testdatenmanagement zu installieren. Das Ziel: Testdaten mit ihrem maximalen Nutzungspotenzial in die Testprozesse einbringen und gleichzeitig den Datenschutz berücksichtigen. Dass die Testdaten dann effektiv genutzt werden können, ist selbstverständlich.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Arbeitsgruppe „Testdatenmanagement“ im Arbeitskreis „Software, Qualität und Fortbildung“ (ASQF) methodische, konzeptionelle, organisatorische sowie technische Maßnahmen und Verfahren untersucht und weiterentwickelt.

Wo liegen die Herausforderungen?

  • Testfälle sind nicht ausführbar, weil Datenkonstellationen fehlen oder nicht verfügbar sind.

    Beispiel: Eine Bank möchte neue personalisierte Angebote testen, aber im Depot fehlen Kundendaten.

  • Die Testumgebung ist zu klein für die benötigten Testdaten.

    Beispiel: Mehrere Testteams benötigen Daten für repräsentative Regressionstests, die sich während der Tests verbrauchen. Sie müssen daher mehrfach bereitgestellt werden.

  • Die verfügbaren Daten dürfen aus regulatorischen Gründen nicht benutzt werden.

    Beispiel: Die Kundendaten dürfen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht für den Test der personalisierten Angebote verwendet werden.

  • Der Aufbau eines Testdatenbestandes ist aufwändig und langwierig.
    Beispiel: In einem Testdatenbestand mit mehreren tausend Attributen sind diejenigen zu identifizieren, die aus Compliancegründen relevant sind. Es ist zu entscheiden, ob die Daten synthetisch oder anonymisiert erzeugt werden.
  • Für die Testauswertung werden Vergleichsdaten benötigt.

    Beispiel: Die im Test erzeugten Buchungsdatensätze sind gegen eine Referenzdatei zu prüfen.

Wie sieht die Lösung aus?

Als erstes Ergebnis der Arbeitsgruppe wurde eine Prozess- und Maßnahmenbeschreibung veröffentlicht, die es ermöglicht, Testdaten im Sinne der Zielsetzung in den Testprozess einzubinden.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Projekten, in denen die professionelle Umsetzung Erfolge erzielt hat. Die Vorteile:

  • Erhebliche Reduzierung der Aufwände für die Testdatenbereitstellung und den Datenvergleich
  • Größere Testabdeckung und Qualitätsverbesserung
  • Governance-, Compliance- und insbesondere Datenschutzregeln werden eingehalten
  • Schnellere Reaktion auf neue oder veränderte Testanforderungen
  • Standardisierter Prozess ermöglicht den schnellen Rollout, z.B. auf neue Projekte.

Welche Rolle kann CGI übernehmen?

CGI ist Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe und kann Ihnen Best Practices aus verschiedenen Projekten unterschiedlicher Branchen zur Verfügung stellen. Traditionell ist die Schnittstelle zum Testmanagement ein wichtiger Baustein: Eine maßgeschneiderte und nahtlose Verknüpfung Ihres Testmanagements mit den Aufgaben im Testdatenmanagement bietet Ihnen maximale Effizienz und eine höhere Qualität im Test. Dem Testumgebungsmanagement kommt ebenfalls eine entscheidende Bedeutung zu: Qualitätsverbessernd sind hier beispielsweise die zielgerichtete Auswahl von Datensets und die Bereitstellung der Testdaten für unterschiedliche Testziele und Teams in einer Umgebung, die effizientes Testen ermöglicht. Die zudem auch den Widerspruch auflöst, Daten aus Datenschutzgründen löschen, aber auf Grund von Aufbewahrungsfristen aufbewahren zu müssen.

Weitere Unterstützung bieten Mechanismen zur Verwaltung und Bewirtschaftung. Die Bereitstellung eines definierten Testdatenzustandes ist für den Testerfolg mit entscheidend. Überdies unterstützt ein professioneller Datenalterungsprozess das effiziente Testen. Governance- und Complianceanforderungen werden vielfach noch als bloße Hygienefaktoren betrachtet. Ihre professionelle Berücksichtigung leistet heute aber einen wesentlichen Beitrag, wenn es um Risikominimierung geht – etwa des Verlustes von personenbezogenen Daten durch Testaktivitäten.

Und schließlich bieten die Möglichkeiten der automatisierten, toolunterstützten Testdatenbereitstellung einiges an Optimierungspotential. CGI verfügt mit ATSM (Automatisiertes Test-Service-Management) über ein einzigartiges Leistungsspektrum für den Softwaretest und unterstützt das Testdatenmanagement auch im Bereich BI/DWH und SAP.


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01.04.2015
Kategorien:
Ausgabe 11 - 2015
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